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Alt 22.01.2018, 19:23
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Standard FAQ - V5 AGZ: Umbau auf neues Thermostatgehäuse

Umbau auf neues Thermostatgehäuse beim AGZ

Das Original Thermostatgehäuse 0710121117A des Golf 4 AGZ V5 ist nicht mehr erhältlich.

In dieser Anleitung wird der Umbau auf ein auch bei neueren Fahrzeugen erhältliches Thermostatgehäuse beschrieben. Wie ich gehört habe, wird es im Golf 4 VR6 3,2 verwendet und auch im AQN, also dem Vierventiler des VR 5, sowie bei weiteren Fahrzeugen des VW- Konzerns und Ford bis 2013. Damit dürfte es dieses Teil noch länger an der VW -Theke geben. Es besteht daher kein Anlass, solche Teile zu horten. Es macht damit alle aus Unwissenheit verzweifelten, aber trotzdem lobenswerten Reparaturversuche, das alte Teil am Leben zu halten, unnötig.

Die Anleitung bezieht sich auf meinen Golf, Baujahr. 1. Halbjahr 1998

Da das neue Thermostatgehäuse einen größeren Thermostateinsatz hat, braucht ihr das gesamte Gehäuse, den Einsatz und die Dichtung neu. Außerdem mindestens die 2 langen Schrauben und den Schlauch zur Zusatzwasserpumpe.

Mein altes Gehäuse ist mit Deckel aus 3 Teilen zusammengeschraubt. Das neue besteht nur aus 2.

Teile-Liste



- Pos.1 Thermostatgehäuse: 022121117C (bei VW ~44 Euro)
- Pos.2 Stutzen/Deckel für das Gehäuse: 022121121E (bei VW ca. 18 €)
- Pos.3 Die zwei benötigten, längeren Schrauben: N10458302 (bei VW jeweils ca. 0,80€) (M6 x120 Inbus)
- Pos.4 Das Thermostat selbst: 075121113D (~48 Euro)
- Pos.5 Dichtung fürs Thermostat: N90136802 (ca. 3,50 Euro)
- Pos 6 Dichtung zwischen Thermostatgehäuse und Zylinderkopf: 021121119A (ca. 5,50 €)
- Pos.7 Drei Schrauben zum Verbinden der beiden Thermostatgehäuse-Hälften: N90771603 (je ~90 Cent)
- Pos.8 Kühlwasserschlauch Thermostatgehäuse zur Zusatzwasserpumpe 1J0121449G (ca. 7 Euro bei VW)
- Pos.9 2 Stück O- Ring für Temperaturgeber N90316801 (ca. 1,50€)
- Pos.10 1 Stück O-Ring für Wasserrohr N10139201 (ca. 2,50€)

Die Teile (Pos. 1 bis 10) bekommt ihr als Komplett-Set beim Händler RS-Parts:


Neben den oben genannten Teilen wird zusätzlich noch benötigt:
- eine Schlauchschelle, passend für Durchmesser ~42mm
- ein Kanister (5L) Kühlerfrostschutz G12 (oder G13)

Die oben angegebenen Preise sind evtl. nicht mehr aktuell, so dass man inzwischen ein paar Euronen hinzurechnen muss.


Werkzeugliste

Einige Ring- oder Gabelschlüssel , Ratsche. SW 13 , SW 10
Inbus SW 5. SW 6 Batterie?
Schlitz- und Kreutzschlitz Schraubenzieher

Der ganze Umbau ist ohne Grube und Bühne machbar, hilfreich ist ein einfacher, kleiner Wagenheber.

Hier geht's zum Ausbau

Als erstes sollte man, um Platz zu machen, die Batterie ausbauen. Denkt dabei an irgendwelche Codes für Radio und ggfs. andere Ausrüstung. Zuerst den Minuspiel abnehmen, dann den Pluspol.

Dann habe ich die gesamte Motorabdeckung abgenommen. Vielleicht wäre es auch ohne machbar, aber die Übersicht auf diese ohnehin schlecht einsehbare Stelle ist eben besser. Dazu muss man die Kerzenstecker aller 5 Zylinder abziehen und die in der Nut befestigten Zündkabel herausclipsen. Dann löst man, ich denke, es waren 4 Schrauben, diese an der Oberseite im Bereich der hinteren Verkleidung. Im Bereich am Kühler sucht man an der Unterseite der Verkleidung auf beiden Seiten des Schaltsaugrohres am besten mit einem Spiegel nach einer verhakten Plastiklasche, die man nach links bzw. rechts etwa 5 mm aufbiegen kann . Aufpassen, dass da nichts abbricht. Die anderen Klemmverbindungen lösen sich, wenn man die Verkleidung nach oben abnimmt. Bilder davon habe ich keine , weil das bei mir schon ausgebaut war, aber so schwierig ist das nicht.

Dann sollte es bei euch so aussehen; Bild 1:



Als nächstes baut ihr die Zündspule aus.

Zuerst löst man die beiden Stecker für den Nockenwellensensor und die Zündspule (Pfeile in Magenta, Bild 1). Hier schiebt man die Stecker noch ein bisschen weiter drauf, dann zieht man mit der zweiten Hand die seitlich angebrachte Lasche nach hinten. Achtung, es geht einfach, wenn man es richtig macht. Nicht zu viel wollen, sondern etwas stärker draufdrücken. Ich hatte den Eindruck, beim Abziehen entsteht fast ein Unterdruck, so sämig wie das geht. Ich hatte Bedenken, daß diese Teile u. U. nach Wiedereinbau angelernt werden müssten und mein Golf in der Garage versauert, aber nix da, alles Bluna.

Dann ist es notwendig, das Massekabel, SW 10, zu lösen. (magentafarbener Pfeil, Bild 1)
Anschließend werden 5 Schrauben , Inbus SW 5, gelöst. Hier ist es günstig, Inbusschlüssel verschiedener Länge und mit Kugelkopf im Werkzeugkasten zu finden. (blaue Pfeile, Bild 1, nur 3 sichtbar)

Jetzt legt man die Zündspule oben auf das Saugrohr, darauf achtend, Zündkabel und Gaszug nicht zu knicken oder zu verletzen.

Nächster Punkt: Ausbau der Kranöse.

Dazu braucht ihr wieder einen Inbus SW 5. Die Kranöse ist samt einem zusätzlichen Blechteil mit 3 Schrauben befestigt. Die Schrauben haben verschiedene Längen, deshalb solltet ihr sie nach Ausbau gleich wieder in die entsprechenden Bohrungen einsetzen. Oder eben eine Skizze machen. (gelbe Pfeile, Bild 1)

Wenn ihr jetzt alles richtig gemacht habt, erscheint folgendes Bild. Hier erkennt ihr, worum es geht, um das Thermostatgehäuse.

Bild 2:



Jetzt ist es daran, Wasser abzulassen.

Ich habe dazu den Golf auf der Fahrerseite mit einem kleinen Wagenheber aufgebockt. In dieser Position sollte man ihn zuverlässig gegen Absacken sichern. Handbremse anziehen. Die mittlere untere Motorkapselung fehlt bei mir. Ansonsten muß man die entfernen. Jetzt öffnet man den blauen Verschlußdeckel am Ausgleichs/ Nachfüllbehälter. Man kann das Kühlwasser auffangen, filtern und wiederverwenden. Am unteren Kühleranschluß kann man auf einen Nippel einen etwa 12 oder 13 mm Schlauch aufstecken. Dann öffnet man den Ablauf. Das kleine Handrad hat einen Bajonett-Verschluß, also nicht mit viel Kraft versuchen, es herauszuschrauben, sondern nur etwa 5 mm und dann 10 mm herausziehen. Mehr geht nicht.
Ohne Aufzubocken muß man vom Motorraum aus zwischen den Kühlerschläuchen hindurchfummeln, um an den Ablaßhahn zu kommen. Es wird nicht das gesamte Kühlwasser auslaufen.
Wenn dann nichts mehr raus läuft, verschließt ihr am besten wieder den Bajonett-Verschluß des Ablaßhahns. Das vergißt man später gerne beim Wiederbefüllen.

Jetzt öffnet man mit einem Schraubenzieher die Plastikklemme am der Blechlasche des Thermostatgehäuse, welches das Elektro Ripprohr hält und kann dieses etwas wegziehen.
Das Lösen weiter Clips in diesem Bereich ist notwendig, um die Zugänglichkeit zu den einzelnen Teilen zu erhalten.

Jetzt braucht man eine Wasserpumpenzange oder ähnliches um 5 Federbandschellen
(rote Pfeile im Bild 2) zu lösen. Ich verwende hier gerne eine gerade oder gekröpfte Flachzange, einfach weil die mit ihren langen Schenkeln einen größeren Öffnungshub ermöglicht. Das braucht man besonders bei der Wiedermontage.

Sind die Schellen weg, kann man den dünneren Schlauch zwischen Thermostatgehäuse und Zusatzwasserpumpe (Achtung: Plastiknippel nicht abbrechen. Keine rohe Gewalt, sonst könnt ihr die Pumpe auch ersetzen) und den Schlauch zum oberen Kühleranschluss abziehen. Dieser Schlauch wird beim Einbau wieder benötigt. Geht es schwer, hilft Caramba Kriechöl oder Spüli. Wenn man den Schlauch zunächst etwas hin- herdreht geht das Abziehen leichter. Nicht erschrecken, auch hier kommt Wasser raus. Hier bietet sich eine weitere Möglichkeit Kühlwasser aufzufangen. Als letztes wird der Schlauch zum unteren Kühleranschluss abgezogen.

Nächster Punkt: Ausbau der beiden Temperaturgeber (2 gelbe Pfeile, Bild 2)

Ich denke, der im Bild vordere, im Fzg. rechte Temperaturgeber gehört zur Klimaanlage (ich lass mich gerne belehren; bin noch kein VR 5 und Golf Kenner). Also sollten AGZ ohne Klima nur einen haben.

Das Abziehen der Stecker sollte mit zweiseitigen Druck auf die Federklammer funktionieren. Das habe ich jedoch nicht erreicht, sondern habe die Drahtsicherung mit einem kleinen Schraubenzieher einseitig vorsichtig ausgehängt. Dann zieht man die Stecker ab. Um die Federklammer nicht zu verlieren, steckt ihr sie am besten wieder in die vorhergesehene Nut.


Ausbau des Thermostatgehäuse

Hierzu werden 3 Schrauben Inbus SW 5 gelöst.
(blauer Pfeil, Bild 2, eine nicht sichtbare befindet sich unterhalb des Rohrstutzens, die andere, ziemlich versteckt und schwer erreichbar, ca. 7 - 8 cm nach rechts gehend, blau gestrichelt). Wie bei vielen Arbeiten kann man sich hier auch Spiegel und Taschenlampe zunutze machen.

Sind die 2 langen und 1 kurze M6 Schrauben ausgedreht, sollte das Thermostatgehäuse. lose sein. Evtl. klebt es noch durch die lange Verweilzeit.
Jetzt kommt ein Punkt, bei dem ich ehrlich gesagt Sch.. hatte, die Baustelle weiter auszudehnen.
Und zwar liegt unterhalb der beiden Temperaturgeber ein ca. 40 mm dickes und ca. 25 cm langes waagrecht liegendes Wasserrohr, welches zur Wasserpumpe führt und dort wie im Thermostatgehäuse. nur mit einem O- Ring eingesetzt ist.
ACHTUNG: Wenn man jetzt das Thermostatgehäuse wegzieht, löst sich dann die leichtgängigere Verbindung. Und wenn man da keine Vorsicht walten läßt, zieht man evtl. das Rohr aus der Wasserpumpe anstatt dem Thermostatgehäuse. Und diese Stelle liegt schwer zugänglich unterhalb des Saugrohres hinter der Lichtmaschine. Es droht eine sehr umfangreiche Ausweitung der Baustelle.
Um das zu vermeiden, sollte man mit der linken Hand unten das Rohr nach einem Absatz erfühlen und festhalten und mit der rechten Hand das Thermostatgehäuse abziehen. Der erfühlbare Querdorn ist am Wasserrohr befestigt. Am besten mal mit einem Spiegel anschauen. Das Wasserrohr ist aus Kunststoff und bittet um sensible Behandlung.

So, geschafft, das Ding ist raus. So sieht's jetzt aus

Bild 3:



Hier erkennt man die Anschraubfläche am Zylinderkopf, die noch von einem vorherigen Reparaturversuch des alten, gebrochenen Thermostatgehäuse mit Dichtmasse verklebt ist. Auch das Wasserrohr hatte ich damit zusätzlich aber unnötigerweise eingeschmiert. Die Dichtfläche muss mit feinem Schmirgelpapier gesäubert werden.

Aus der Nut des Wasserrohrs entfernt man den alten, ehemals runden O-ring.
Diese Nut ist ebenfalls rundum zu reinigen.


Jetzt einige Bilder der ausgebauten und neuen Teile:

Thermostatgehäuse; Bild 4:



Am ausgebauten Thermostatgehäuse erkennt ihr den Ausbau der Temperaturgeber. Einer ist schon demontiert.zum Ausbau einfach die Haarnadelfeder geradlinig heraushebeln. Dann die Geber durch Drehen, Ziehen und Drücken entfernen. Evtl. Kriechöl. Merkt euch die Lage der Kodiernasen am Geber und baut ihn genauso wieder ein.

Links neu, rechts alt; Bild 5:



Links neu, rechts alt. Deutlich erkennt man den Bruch am Steg der Nut. Wegen Reparaturversuch mit Dichtmasse eingesetzt.


Oben neu, unten alt; Bild 6:




Links neu, rechts alt; Bild 7:




Unterschiedliche Durchmesser 32 und 38 und die andere Winkelstellung des Stutzens zum unteren Kühleranschluß


Links neu, rechts alt; Bild 8:




Hier erkennt man die 2 notwendigen längeren Schrauben und den neuen anders gewundenen Schlauch wegen der geänderten Position des Anschlussstutzens.


Bild 9:



So sieht die richtige Reihenfolge beim Einbau des Thermostats aus. Der Steg des Thermostats sollte quer zur Strömungsrichtung durch den Stutzen liegen. Die Lage des Stutzens ist eindeutig, da die 3 Schraubenlöcher ungleich verteilt sind. Verwendet werden die 3 Schrauben aus dem alten Gehäuse. Oder man nimmt neue.


Bild 10:




Diesen Blechbügel für die Kabelhalterung könnt und braucht ihr beim neuen Gehäuse nicht mehr montieren. Die Schraubverbindung ist auch funktionsfähig, die Gewindebohrungen sind tief genug


Bild 11:



Zeigt den Schlauch zwischen Thermostatgehäuse und oberen Kühleranschluß. Hier lauert eine weitere Gemeinheit. Hier muß der lange Schenkel von Durchmesser 32 auf 38 aufgeweitet werden. Hier hatte ich auch meine Bedenken, aber didgeridoo versuchte mich zu überzeugen und es hat tatsächlich geklappt. Deshalb wurde der komplette Schlauch ausgebaut. Denn das geht an der Werkbank besser. Also bereits jetzt mal den Schlauch aufschieben. Spüli hilft, evtl. auch nur die ersten 3 cm des Schlauches in kochendes Wasser eintauchen. Dann drückt es sich einfacher. In die Gruschkiste dürft ihr dagegen die Federbandschelle befördern. Hier nimmt man eine möglichst breite Schlauchschelle für Durchmesser etwa 42- 48. Das auf dem Bild ist übrigens ein 20 Jahr alter Schlauch. So wie diesen behandele ich Schläuche, Kabel, Gummi- und Plastikteile mit Silikonöl. So bleibt alles schön geschmeidig und glänzt wie eine Speckschwarte und neu wie am ersten Tag.


Vorbereitung der Einzelteile

Es empfiehlt sich jetzt, die nun gut zugängliche Masseklemme (dickes schwarzes Kabel) an der Motor- Getriebeverbindung gleich mal zu reinigen. Also abschrauben, alle Flächen, auch am Gehäuse, Scheibe und Mutter mit feinem Schmirgelpapier behandeln, einen Hauch Fett drauf und wieder dran. So freut sich der Strom über wenig Widerstand und sorgt für wenig Spannungsabfall.

Fläche am Zylinderkopf und Wasserrohr sind bereits gereinigt.

Thermostateinsatz und dann Dichtung in das Thermostatgehäuse einlegen und Deckel verschrauben. Reihenfolge sh. Bild 9. Anzug mit Gefühl oder 10 Nm.

Die beiden Temperaturgeber lagerichtig einstecken. Vorher O-Ringe in das Gehäuse drücken. Hier habe ich neue eingesetzt. Haarnadelfedern einschieben. Spüli. Manche empfehlen hier gleich neue Temperaturgeber einzubauen, ich habe jedoch die alten belassen.

Formdichtung in die Nut des Thermostatgehäuse einlegen. Notfalls mit ein paar geringen Mengen Dichtmasse einkleben, falls sie leicht herausfallen sollte. Ansonsten werden alle Verbindungen trocken montiert. Etwas Spülmittel, Fett oder Öl hilft aber bei der Montage der O-Ringe

O-Ring in das Ende des Wasserrohrs einlegen

Die beiden Federbandschellen des Schlauches zur Zusatzwasserpumpe werden vom alten auf den neuen Schlauch aufgeschoben. Natürlich über die eigentliche Klemmstelle hinaus. Es befinden sich 2 Klemmen auf dem Schlauch. Da die 2 Durchmesser unterschiedlich sind, erklärt sich die Lage der einzelnen.


Jetzt geht es zum Einbau der neuen Teile

Jetzt fädelt man das ganze Gehäuse vorsichtig durch die Kabel und Schläuche, immer darauf bedacht, die Formdichtung nicht aus der Nut rutschen zu lassen. Dann nimmt man eine neue lange Schraube, steckt sie ein und sucht mit ihr die erste Bohrung. Mit der linken Hand fummelt man gleichzeitig das etwas bewegliche Wasserrohr in das Thermostatgehäuse und achtet darauf, dass der Steg am Wasserrohr die Aussparung am Thermostatgehäuse trifft. ACHTUNG: Wasserrohr nur in der Höhe bewegen. Keinesfalls aus der Wasserpumpe herausziehen, sonst droht größere Schrauberarbeit. Die Schraube nur handfest anziehen, damit die Dichtung sich nicht verabschiedet. Die 2 anderen Schrauben entsprechend einsetzen. Am Schluss sollten hier 10 Nm drauf kommen, keinesfalls mehr.
Nur diese 3 Schrauben habe ich mit Drehmomentschlüssel angezogen.

So, das wichtigste ist geschafft,

Nun kann man die Stecker für die Temperaturgeber aufstecken bis es klickt. Diese passen nicht in jeder Stellung. Sollte man sich diese nicht aufgezeichnet haben, mal versuchen, den Stecker um 90 bzw. 180 Grad zu drehen.

Als erstes erfolgt das Befestigen des Schlauches vom Deckel des Thermostatgehäuse, der jetzt ganz unten liegt, zum unteren Kühleranschluss. Hier ist jetzt der Winkel zwischen Schlauch und Stutzen etwas anders, trotzdem macht der Schlauch diese geringe Änderung mit. Dann die Federbandschelle am besten wieder in die ursprüngliche Lage bringen.

Dann wird der Schlauch zur el. Zusatzwasserpumpe befestigt.

Als erstes habe ich den am Thermostatgehäuse befestigt und gleich festgeklemmt. Dann kommt der Schlauch auf die Zusatzwasserpumpe. Auch hier die Federbandschelle drauf.

So fehlt nur noch der letzte Schlauch, wofür ich denke, es nicht besonders beschreiben zu müssen. Hier wird der neue Schlauchbinder benötigt. Zuerst den Schlauch am Thermostatgehäuse befestigen. Achtet bei allen Schlauchklemmen darauf, daß die gebogenen Enden sich nicht zu nahe an Schläuchen, Kabeln und dergleichen befinden, um Durchscheuern zu verhindern.
Und wie auf dem Bild müsste es nun aussehen.


Bild 12:




Geschafft, nun ist der Umbau fertig. Der Einbau der anderen Teile erfolgt in umgekehrter Reihenfolge wie der Ausbau und bedarf keiner weiteren Beschreibung.

Bemerkungen: Für zukünftige Ersatzteilbestellungen solltet ihr die Teile-Liste bei Euren Fzg.Unterlagen aufheben, denn mit der Vorlage der Fzg.papiere beim Händler würdet ihr dann den nun nicht mehr passenden Thermostat, weil zu klein, bekommen.


Beim Anschließen der Batterie am besten zuerst den Pluspol anschließen.

Kühlflüssigkeit auffüllen

Ablaßhahn am Kühler geschlossen?
5 Schlauchbinder montiert?

Wenn man überprüfen will, ob der ganze Umbau erfolgreich war oder evtl. doch noch eine Leckage vorhanden ist, kann erst mal nur Wasser eingefüllt werden, wie ich das gemacht habe. Es ist daran zu beachten, daß hierbei das Kühlmittel verdünnt wird und sich der Gefrierpunkt bei höheren Temperaturen einstellen wird. Nach einiger Zeit, wenn man sich über die neue Dichtheit erfreut, kann alles auf Betrieb mit Kühlmittelgemisch eingestellt werden. Ich fahre seit dem Umbau fast mit reinem Wasser und werde demnächst auf Kühlmittel umstellen. Da ich schon einen Versuch unternommen hatte, das alte Thermostatgehäuse zu reparieren und trotzdem ständig wegen andauernder Leckage reines Wasser nachfüllen musste, kann man davon ausgehen, kein Kühlmittel Gemisch mehr im Motor zu finden.

Meine VW Unterlagen schreiben 3,8 Liter Frostschutz und 5,2 Liter Wasser vor. Das gilt aber nur für den gesamten Inhalt. Bei dem Umbau läuft aber nicht alles heraus. Es soll nur einen Überblick über die Verhältnisse schaffen.

Wichtig ist hier ausschließlich das Mittel G12/G13 (Farbe Rot) zu verwenden. Keinesfalls blaue, gelbe oder grüne. Ich nehme G12 vom Baumarkt. Für den Wasseranteil nehme ich immer gefiltertes Regenwasser. Einfach einen sauberen feinen Lappen auf einen Eimer legen und Wasser durchlaufen lassen.

Wer seine Flüssigkeit beim Ablassen aufgefangen hat, kann sie auf die gleiche Weise filtern und wieder einfüllen.

Ist die Flüssigkeit hingegen weggelaufen, mischt man außerhalb etwa 4 oder 5 Liter Gemisch im o. g. Verhältnis an und füllt die dann ein.

Der kugelförmige Behälter wird etwa zur Hälfte befüllt.
Nach Anleitung soll man nun den Motor starten, fallenden Flüssigkeitsspiegel nachfüllen und laufen lassen, bis der E-Lüfter anläuft. Nach meiner Erfahrung erreicht man das nie. Nach etwa 5 Minuten, wenn man vielleicht schon etwas nachfüllen konnte, fahre ich mit einer Flasche zum Nachfüllen an Bord in gemäßigten Tempo durch den Ort. Ab und zu läßt man den Motor mal auf 3000. 1/min drehen. Nach 1 km halte ich mal an und fülle auf MAX entsprechend nach. Das wiederhole ich ein paar mal. Sollte einmal der Spiegel etwas mehr absinken wie erwartet, meldet sich das im Kombiinstrument. Auch hier sollte man sofort nachfüllen. Bei laufendem Motor wird aber die Fehlermeldung nicht verschwinden. Dieses erfolgt erst bei erneuten Motorstart.

Sollte man bis jetzt auch mit zu geringen Frostschutzanteil gefahren sein, muß man natürlich unten am Kühler zuerst die entsprechende Menge ablassen um oben überhaupt etwas nachfüllen zu können. Was vergessen? Ich denke, das war's.

Für die Arbeit im Freien im Winter habe ich mit Pausen etwa 3 Stunden gebraucht. Möglich wäre es auch in 2. Hatte es allerdings zuvor schon mal durchgeführt. Inzwischen ist der Umbau etwa 3 Wochen her und alles ist dicht.

Da ich den Umbau in einer kurzen Zeit durchführen mußte und deshalb auf die passenden Teile und auch deren Anbauteile angewiesen war, somit keine Zeit hatte, weiter in aufwändige Recherchen und Bastelversuche zu investieren, bin ich dankbar für die Hilfe aus dem Forum.

Leute, die Arbeit ist kein Hexenwerk. Kann jeder, wenn er sauber und gefühlvoll arbeitet, wenn er Augen im Kopf hat, logisch denken kann und wenn er weiß, in welcher Richtung eine Schraube zu und aufgedreht wird.
Das schwierigste dabei war die Bereitstellung der richtigen Hinweise durch highline V5 Matze und der Teilenummern durch didgeridoo.

Diese Anleitung beschreibt meine eigene Handlung und wurde nach besten Wissen beschrieben. Sie kann in manchen Augen Fehler beinhalten oder andere notwendige Arbeitsweisen vermissen lassen. Niemand ist gezwungen, nach dieser Anleitung zu handeln. Sollten irgendwelche Punkte zu ergänzen sein, bitte ich dies zu tun. Ich lerne gerne dazu. Auch bin ich weder Golf noch VR 5 Kenner oder technischer Redakteur, es fällt mir vielleicht schwer eine flüssige Schreibweise , ebenso wie einen roten Faden durch die Anleitung einzuhalten.

Schraubergruß Gerd



Geändert von didgeridoo (21.02.2018 um 09:41 Uhr)
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