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Alt 05.09.2020, 20:28
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undergrounder
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Standard Hydrostößel mitmachen bei Nockenwellengehäuse abdichten?

Hallo, folgende Problemmatik
Mein Golf4 verliert an der Wasserpumpe Kühlwasser.
Habe vor knapp 4 Jahren Zahnriemen und Pumpe machen lassen und seitdem bin ich ca. 30.000Km gefahren. Nun hat der Wagen ca. 220.000km drauf.

Nun wollte ich das alles selber machen. Werkzeug habe ich da bzw. bestellt. Da bei mir am Nockenwellengehäuse aufjedenfall 1 Zündkerzenschacht mit Öl voll läuft, meine es war der 3. Zylinder wollte ich gleich die Dichtung mit neu machen. Ist es sinnvoll die Hydrostößel mit auszutauschen, da man einmal dabei ist und gut dran kommt? Macht das Sinn? Geräuschtechnisch weiss ich ehrlich gesagt gar nicht, ob sich das normal angehört hat. Wenn ja, gibt es noch andere Sachen die man neu machen sollte (Dichtungen etc.)?
Muss man wirklich neue Schrauben für das Nockenwellengehäuse benutzen?



Geändert von undergrounder (05.09.2020 um 21:50 Uhr)
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Alt 10.09.2020, 13:20      Direktlink zum Beitrag - 2 Zum Anfang der Seite springen
didgeridoo
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Standard

Der Satz neue Hydrostößel kostet 30-50€ also eigentlich „geschenkt“.
Andererseits ist es ein 1.4/1.6 16V mit über 200tkm - da würde ich wahrscheinlich nur das allernötigste machen.

Sonst kannst du auch gleich noch mit Zylinderkopfdichtung und Ventilschaftdichtungen weiter machen..
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Alt 10.09.2020, 14:13      Direktlink zum Beitrag - 3 Zum Anfang der Seite springen
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Ich halte das für ein Gerücht, dass die Hydrostößel beim 16V prophylaktisch erneuert werden müssen. Die Tassenstößel anderer Motoren sind eine andere Sache und können strukturell versagen.

Hydrostößel würde ich tauschen, wenn der Motor vermockt war, Ölwechselintervalle überzogen waren mit schlechtem Öl. Wenn jährlich Ölwechsel gemacht wurde, und keine großen Ablagerungen zu erwarten sind, denke ich nicht, dass man es machen "muß". Ich hab Null Unterschied gemerkt, obwohl ich Ablagerungen im Motor hatte.

Dennoch, 16 x Ina 420009810 gibt es für 50 €. Tausch sie vielleicht, aber erwarte keine Verbesserung. Und schön geölt einsetzen. Und Schlepphebel/Nockenwellengehäusedeckel sorgfältig setzen!
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Alt 10.09.2020, 15:05      Direktlink zum Beitrag - 4 Zum Anfang der Seite springen
didgeridoo
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Zitat:
Zitat von Omega Beitrag anzeigen
Die Tassenstößel anderer Motoren sind eine andere Sache und können strukturell versagen.
Die Hydrostößel der 16V und 24V Motoren enthalten genau wie die größeren Tassenstößel der 8V und 20V Motoren im Golf 4 ein Ventil, welches durch eine Feder zugehalten wird.
Erlahmt diese Feder, oder klemmt das Ventil beispielsweise aufgrund von Ölkohle, kommt es zu dem typischen Hydroklappern beim Motorstart, da das Öl dann bei stehendem Motor abläuft.

Hydrostößel sind mMn Verschleißteile und gehören bei einer (richtigen) Motorrevision nach 200tkm einfach mit dazu.

Wenns aber wie in diesem Beispiel hier um ein Auto mit 1000€ Wiederbeschaffungswert geht und nur eine Reparatur (keine Revision) durchgeführt werden soll, mach nur das Nötigste!
Eine Tube DirkoHT, Nockenwellengehäuse abdichten und den alten Zahnriemen wieder drauf. Fertig.
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Alt 10.09.2020, 17:00      Direktlink zum Beitrag - 5 Zum Anfang der Seite springen
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Wenn der Kram eh zerlegt wird mach die Hydros neu, fertig.
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Alt 01.08.2023, 13:21      Direktlink zum Beitrag - 6 Zum Anfang der Seite springen
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Ich muss die Leiche wieder ausgraben.

Mein 1.4 16V (APE) macht jetzt bei 216 tkm tagesformabhängig teils üble Geräusche aus dem Ventiltrieb. Das ist in der Regel auf den ersten 1-2 Kilometern mit kaltem Öl so, aber teilweise auch während einer längeren Fahrt mit voller Betriebstemperatur passiert. Zwischenstopp einer längeren Strecke zum Tanken und die Kiste klang so, als ob ich es nicht die letzten 200 km nach Hause schaffe. Manchmal ist er insgesamt relativ ruhig, manchmal klingt er beim Beschleunigen spätestens ab halb offener Drosselklappe aber wie ein alter Rasenmäher. Ich bin sicher, dass es nicht das typische Geklapper von kippenden Kolben ist (das ist mir egal), sondern tatsächlich aus dem Ventiltrieb kommt, weil immer mal wieder einer oder zwei der Hydrostößel "hängen". Da der Hobel sonst gut läuft, kaum Ölverbrauch hat und sonst alles dem Alter entsprechend stimmt, würde ich mir gerne die Hydros samt Schlepphebeln vornehmen und bei der Gelegenheit das Problem mit den öligen Zündkerzenschächten lösen.

Die Frage ist für mich nun, welche Arbeiten dafür erforderlich sind. Der Zahnriemen ist noch nicht fällig und sieht auch unauffällig aus; daher würde ich mir die Demontage mit dem ganzen Rattenschwanz sparen. Ist es möglich, mit wenig Aufwand den Steuerriemen nur an der Einlassnockenwelle runterzunehmen oder muss man das volle Programm inklusive Motorlager, Motorbrücke, Keilriemen und Steuerriemen/Riemenscheibe an der Kurbelwelle machen?

Geändert von Schmuppes (01.08.2023 um 13:27 Uhr)
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Alt 01.08.2023, 13:24      Direktlink zum Beitrag - 7 Zum Anfang der Seite springen
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Kannst ihn vom NW Rad abnehmen.

Der Koppeltrieb wird fummelig aber geht.
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Schmuppes (01.08.2023)
Alt 01.08.2023, 13:29      Direktlink zum Beitrag - 8 Zum Anfang der Seite springen
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Zitat:
Zitat von VW-Mech Beitrag anzeigen
Kannst ihn vom NW Rad abnehmen.

Der Koppeltrieb wird fummelig aber geht.
Koppeltrieb meint den kurzen Riemen zwischen den beiden Nockenwellen? In dem Fall würde es mir ja tatsächlich reichen, nur ein paar Ersatzteile zu beschaffen: 16 Schlepphebel mit Hydros, eine Tube Dichtmasse und das Werkzeug zum Abstecken der Nockenwellen auf OT. Oder vergesse ich was?
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Alt 01.08.2023, 23:13      Direktlink zum Beitrag - 9 Zum Anfang der Seite springen
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Korrekt... Wobei es mit mehr Platz (Motorlager und Konsole) natürlich einfacher wird.

Wenn man das erste Mal an einen Motor geht, sollte man sich nicht unnötig quälen.

Aber grundsätzlich geht es schon.
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Alt 13.08.2023, 16:45      Direktlink zum Beitrag - 10 Zum Anfang der Seite springen
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Ich habe mal einige Nächte über die Sache geschlafen und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich ein paar Sachen auf einmal mache. Hydrostößel mit Schlepphebeln kommen neu, dabei dichte ich den Ventildeckel ab. Wenn der Zahnriemen eh runter muss, ergibt es keinen Sinn, das Ding mit 6 Jahren und 55 tkm wieder zu montieren. Also besorge ich ein Set von Gates oder Conti und mache direkt alle Rollen und die Wasserpumpe neu. Eventuell sogar die vom Keilrippenriemen, auch wenn ich mir bei dem keine großen Sorgen mache und er noch gut in Schuss zu sein scheint.

Ich möchte jetzt bei der ollen Kiste mit dem Basismotor nicht anfangen, den Motor zu revidieren so nach dem Motto "Wenn ich eh A bis C mache, kann ich auch direkt D bis L mit erledigen". Ich frage mich allerdings, welche Kleinteile ich für den Zahnriemenwechsel sinnvollerweise neu beschaffen sollte. Neben der Dichtmasse für die Fläche werde ich vier Dichtringe für die Kerzenschächte (03C 103 196) bestellen. Ist es sinnvoll, auch die Wellendichtringe für die Nockenwellen (036 103 085 A) zu tauschen? Ich weiß nicht, wie die verbaut sind. Die Nockenwellen möchte ich eigentlich nicht aus der Zylinderkopfhaube ausbauen.

Letzte Frage betrifft die Dehnschrauben im Ventildeckel (wenn man ihn denn so nennen mag). Verwendet werden wohl N10300803 und N10247503, wobei es so scheint als habe VW die irgendwann durch eine andere Teilenummer ersetzt. Wo bekomme ich sowas her, wenn nicht direkt vom VW-Händler? Gleiches gilt für die Schraube, mit der die Riemenscheibe auf der Kurbelwelle befestigt wird.

Entschuldigt den langen Beitrag bitte. Ich bin hin- und hergerissen zwischen Vorfreude, die Kiste frisch zu machen und Sorge, dass ich unter der Mietbühne stehe und irgendwas fehlt. Ich wäre für euren Rat wirklich dankbar, damit die Sache an einem Tag erledigt werden und ich mit eigener Motorkraft wieder nach Hause fahren kann. Und zwar so, dass der APE bei geöffneter Drosselklappe nicht mehr wie ein alter Rasenmäher klingt...
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Alt 13.08.2023, 21:32      Direktlink zum Beitrag - 11 Zum Anfang der Seite springen
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Die Schrauben und Kleinteile würde ich bei VW besorgen.

Der Rest klingt so wie von Dir beschrieben sinnvoll und richtig.

In diesem Sinne gutes Gelingen.
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Zitat:
Zitat von VW-Mech Beitrag anzeigen
Die Schrauben und Kleinteile würde ich bei VW besorgen.
Die Schrauben gibt es leider auch nur bei VW, habe jedenfalls nach stundenlanger Suche diese nirgendwo im Zubehör gefunden.

Nachfrage bei "Freundlichen" was die Schrauben kosten,

Antwort: Zusammen (sind wohl gesamt 15 Stück) ca. 45€....uff..
der_7te_zwerg ist offline  

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Alt 15.10.2023, 20:27      Direktlink zum Beitrag - 13 Zum Anfang der Seite springen
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45€ is doch nix
Wechsel mal bei einem 4motion die Achsen aus.... Da bist alleine 200€ los wenn du alle schrauben neu machst
G4PD116 ist offline  

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Alt 16.10.2023, 18:31      Direktlink zum Beitrag - 14 Zum Anfang der Seite springen
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Vielleicht gibts beim 4motion irgendwelche Spezialschrauben?

Die Schrauben vom Ventildeckel sind jedenfalls stinknormale irgendwas Schrauben und nach dem Anzugsdrehmoment wohl auch kaum Dehnschrauben.

Da solche Preise zu verlangen:

2,52€ für die kurzen
2,34 für die langen

alles noch + Märchensteuer...finde ich schon extrem.

Frag mich auch grad, warum die langen Schrauben eigentlich günstiger als die kurzen Schrauben sind...hmm...
der_7te_zwerg ist offline  

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Alt 16.10.2023, 22:04      Direktlink zum Beitrag - 15 Zum Anfang der Seite springen
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Zitat:
Zitat von der_7te_zwerg Beitrag anzeigen
Frag mich auch grad, warum die langen Schrauben eigentlich günstiger als die kurzen Schrauben sind...hmm...
Volkswagen Logik...

Der Preis beinhalte außerdem eine kleines Plastiksäckchen mit einem VW Logo drauf, in dem die Schrauben geliefert werden
G4PD116 ist offline  

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Alt 11.02.2024, 22:44      Direktlink zum Beitrag - 16 Zum Anfang der Seite springen
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Ich hab jetzt die meisten Teile besorgt, nachdem mich die Frage nach dem "ob" und "wie" doch eine Weile beschäftigt hat. Vermutlich werden neun von zehn Usern mich hier für verrückt erklären wenn ich 350€ (wo im Übrigen auch 35 Euro für die 11+4 Dehnschrauben vom Freundlichen drin sind) für Teile und Werkzeug in einen 1999er APE stecke, um Hydros/Schlepphebel/Zahnriemen zu machen. Ist vermutlich rein finanziell betrachtet richtig, aber ich will das Auto noch ein bisschen fahren und dabei nicht das Gefühl haben dass die Kiste auf der nächsten längeren Strecke verrecken wird. Ich werd's ohne Bühne versuchen und bin mit Respekt vor der Aufgabe guter Dinge.

Eine Frage habe ich zur Riemenscheibe bzw. der Schraube. Laut VW wurde die Schraube (M14) irgendwann verändert und es gibt zwei Versionen. Die, die ich schon hier liegen habe, ist laut VW-Werkstatthandbuch die neuere Variante (mit der Delle im Schraubenkopf). Die alte Version wurde mit 90 Nm + 90° angezogen, während die neue Version mit 150 Nm + 180° festgezogen werden soll. Ich finde diesen Unterschied schon erstaunlich und meine außerdem gelesen zu haben, dass eine der beiden Varianten eingeöllt in die Kurbelwelle gedreht werden muss. Ich kann diese Info allerdings nicht mehr wiederfinden. Weiß da jemand was zu zu sagen?

Edit: Das Handbuch zum 1.4/1.6 16V Motor sagt im Abschnitt "15 Zylinderkopf, Ventiltrieb --> Zylinderkopf --> Zahnriemen aus- und einbauen, spannen --> Anzugsdrehmomente"
- Anzugsverfahren für die neue, eingeölte Schraube siehe S. 26

Springt man auf Seite 26 des PDFs, ist da allerdings nicht von Öl die Rede, sondern nur von den Anzugsmomenten für die beiden Schraubenversionen. Kommt die neuere Variante schon mit einem Ölfilm? Hab die Schachtel ehrlich gesagt noch nicht geöffnet.

Geändert von Schmuppes (11.02.2024 um 22:51 Uhr)
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Alt 12.02.2024, 10:19      Direktlink zum Beitrag - 17 Zum Anfang der Seite springen
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Ich finde bei der Übersicht der Schraube:

"geölt einsetzen"

Beim Montage verfahren:

Beachten Sie das Anlagefläche Riemenscheibe und Schraubenkopf öl und fettfrei sind...

Ich würde es wie folgt machen:

= Tropfen Öl ans Gewinde

! Kein Öl an den Kopf oder den Bund!
VW-Mech ist offline  

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Schmuppes (12.02.2024)
Alt 22.02.2024, 00:38      Direktlink zum Beitrag - 18 Zum Anfang der Seite springen
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Ich hab die Reparatur jetzt in drei Etappen nach Feierabend erledigt und heute abgeschlossen. Beim nächsten Mal würde es natürlich nicht halb so lange dauern, aber so ist das als Hobby-Schrauber der noch nie einen Zahnriemen getauscht und Hydrostößel erneuert hat.

Ich will hier nicht ins Detail gehen, aber ich glaube meine Entscheidung die Hydrostößel und auch die Schlepphebel zu erneuern war genau richtig. Als ich das Nockenwellengehäuse abgehommen habe lag ein Schlepphebel vom Einlass schon daneben, und mindestens zwei weitere ließen sich quasi ohne Kraft von den Abstützelementen abziehen. Beim Vergleich mit den Neuteilen war ziemlich auffällig, wie schwach die Federklammern waren, die die Schlepphebel auf den Hydrostößeln halten. Ich gehe davon aus, dass sich einer der Rollenschlepphebel irgendwann gelöst hatte und bei jeder Ventilbetätigung durch die Nockenwelle lautstark auf sein Abstützelement gestoßen wurde.
Ist nur so 'ne Theorie von mir, aber ich find's plausibel. Irgendwann ist der Kram ausgeleiert und die Teile rasten nicht mehr zuverlässig ineinander.

Achso, die 150 Nm + 180° waren bei den Platzverhältnissen (zwei Böcke unter die Querlenker auf dem Garagenboden) ein ziemlicher Akt, auch mit geöltem Gewinde. Unter einer Hebebühne hätte ich mich sicher leichter getan, aber das geht schon irgendwie ohne.

Die erste Probefahrt war jetzt nach mehreren tausend Kilometern mit schwer auffälligem Ventiltrieb ein echtes akustisches Erlebnis, auch mit dem Kolbenkipper-1.4 16V

Edit: Ich fand übrigens eine Riemenscheibenschraube mit flachem Kopf vor, die meine Makita (bis 580 Nm Lösemoment) nur mit Mühe auf bekam. Meine Vermutung ist, dass die noch Erstausstattung von VW war, bei zwei Zahnriemenwechseln der Vorbesitzer wiederverwendet und in der freien Werkstatt mit Druckluft festgeballert wurde. Mal wieder was zu Theorie <--> Praxis gelernt schätze ich.

Geändert von Schmuppes (22.02.2024 um 00:52 Uhr)
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Alt 22.02.2024, 12:10      Direktlink zum Beitrag - 19 Zum Anfang der Seite springen
VW-Mech
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Na wichtig ist das es geklappt hat und der Wagen läuft.
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Alt 22.02.2024, 13:30      Direktlink zum Beitrag - 20 Zum Anfang der Seite springen
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Zitat:
Edit: Ich fand übrigens eine Riemenscheibenschraube mit flachem Kopf vor, die meine Makita (bis 580 Nm Lösemoment) nur mit Mühe auf bekam
Darf man aber auch nicht zu ernst nehmen das Lösemonent... Das allermeiste der Kraft verpufft im Übergang zur Nuss und zur Schraube. Für das maximale Moment darf nirgends Spiel oder Luft drin sein.
Habe regelmäßig Schrauben wo der Schlagschrauber kapituliert und man mit einer entsprechenden Verlängerung und gescheiten Hebel problemlos weiter kommt. Gerade bei den Kurbelwellenschrauben gings bei mir immer mit Gegenhalter und langen Hebel am besten.
Anzugsmoment und Lösemoment sind nie identisch. Spätestens nach ein paar Jahren mit Temperatur unterschieden, Rost, Korrosion,Dreck usw.

Zitat:
Als ich das Nockenwellengehäuse abgehommen habe lag ein Schlepphebel vom Einlass schon daneben, und mindestens zwei weitere ließen sich quasi ohne Kraft von den Abstützelementen abziehen. Beim Vergleich mit den Neuteilen war ziemlich auffällig, wie schwach die Federklammern waren
Mag ein wenig für Klappern besorgt haben können, ist aber nichts besonderes oder beunruhigendes. Die Hebel können bei montierter Nockenwelle nirgendwo hin. Die Klammer ist viel mehr eine Montage und Lagesicherung. Selbst ohne die Klammer dürfte eigentlich nichts passieren.

Ich denke in erster Linie waren es einfach die Hydrostößel die defekt waren.

MfG
bnitram


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